GoPro HERO7 Black im Test: Ist das die beste Action-Cam der Welt?


Knackige 4K-Auflösung mit flüssigen 60 Bildern pro Sekunde, einfache Bedienung per Touchscreen und Sprachbefehlen, wasserdicht auch ohne Gehäuse – was eine GoPro Hero draufhat, können längst auch günstigere Action-Cams. Daher legt Hersteller GoPro jetzt nach: Die brandneue Hero7 Black soll alle anderen Action-Cams alt aussehen lassen. Was ließ sich der US-Hersteller GoPro dafür einfallen? Der Test erklärt, was neu ist, wie sich das in der Videoqualität niederschlägt und worin sich die Schwestermodelle von GoPro unterscheiden.

GoPro Hero7 Black: Horizont wie festgenagelt

GoPro bemüht sich um bessere Aufnahmen in Full-HD und 4K. Schärfe und Farben sind jedoch schon bei aktuellen Modellen so gut, dass längst auch TV-Teams und andere Profis GoPros verwenden. Damit die Aufnahmen allerdings nicht nach amateurhaften Wackel-Videos aussehen, kommen oft Stative mit Bewegungskompensation (Gimbals) zum Einsatz. An diesem Punkt setzt GoPro auch bei der neuen Hero7 an. Äußerlich hat sich auf den ersten Blick praktisch nichts geändert, die neue Hero7 sieht wie andere GoPros aus – nur ist die „Black“ diesmal auch wirklich schwarz. Das Highlight steckt in der Kamera: Während Sony in seine Action-Cam FDR-X3000R einen mechanischen Bildstabilisator einbaut, den man bei genauem Blick auf die Linse erkennen kann, arbeitet der neue Stabilisator von GoPro rein elektronisch: Mit aktiviertem „Hypersmooth“ verkleinert die Kamera den Blickwinkel um rund 10 Prozent, damit auch bei starken Verwacklern das Motiv stets auf den Aufnahmesensor passt. Der Prozessor verschiebt dann bis zu 60 Einzelbilder pro Sekunde so gegeneinander, dass der Horizont unbeweglich bleibt. Der Effekt ist faszinierend: Die Tester schraubten die Hero7 zum Beispiel an einen Fahrradlenker, pumpten die Reifen hart auf, und dann ging es auf Probefahrt über Hamburger Kopfsteinpflaster. Im Video wackelte der Lenker vernehmlich, der Horizont war jedoch wie festgenagelt. Die Gegenprobe mit abgeschaltetem Hypersmooth lieferte ein nahezu unbrauchbares Video, so kräftig waren die Erschütterungen.



Störende Nebenwirkungen waren nicht auszumachen. Wo die
GoPro Hero6 Black das Wackeln zwar reduzierte, Kanten aber heftig zittern ließ, blieben die Konturen in den Videos der Hero7 stets stabil und sauber. Auch die wabernden Bildstörungen anderer Action-Cams, bei denen wackelige Videos wie durch Gelee hindurch gefilmt aussehen, kennt die Hero7 nicht. Bei schlechten Lichtverhältnissen deaktiviert die Kamera automatisch Hypersmooth, weil die Stabilisierung dann unscharfe Bilder bewirken würde. Nebenbei minimierte GoPro mit den neuen Rechentricks den Rolling-Shutter-Effekt: Der bewirkt verformte Motive in der Aufnahme, weil der Aufnahmesensor ein Motiv nicht als Ganzes erfasst, sondern zeilenweise von oben nach unten belichtet wird. Am Anfang der Belichtung kann ein Motiv daher an anderer Position als am Ende der Belichtung sein, entsprechend können bewegte Motive üblicherweise aussehen.

Quelle:computerbild.de

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